Hannover / Messestadt


Die Stadt Hannover Hannover entstand im 10. Jahrhundert als Siedlung auf einer Terrasse der Leine (Honovere = das hohe Ufer) neben einem Flussübergang, an dem sich zwei wichtige alte Fernstrassen kreuzten. 1241 stellte Welfenherzog Otto das Kind ein Stadtprivileg aus.
Von 1636 an war Hannover herzogliche, später kurfürstliche Residenz.
100 Luftangriffe zerstörten im Zweiten Weltkrieg 60 Prozent der Stadt.
1946 wurde Hannover Landeshauptstadt von Niedersachsen.
Auf 20 000 Hektar lebt eine halbe Million Menschen.
Ältestes Bauwerk ist die Kreuzkirche von 1333, höchstes der Fernmeldeturm Telemax mit 282 Metern.


Wie Hannover entstand
Der Hauptpunkt der Stadtentwicklung war der Fluß Leine. Vor etwa 1000 Jahren ging hier eine Furt durch die flachste Stelle der Leine. Die ersten Häuser lagen an diesem hohen Ufer (Plattdeutsch = hohen overe) - daraus ist Honovere und dann Hannover geworden.
Der Furtweg im Zuge der heutigen Roßmühle traf auf einen Süd-Nord Weg. Dieser folgte dem Lauf der Leine und verband Hildesheim mit Bremen. Heute ist das die Leinestraße mit der Burgstraße. Am Schnittpunkt der beiden Wege entstand vielleicht die erste Siedlung.
Heinrich der Löwe schützte diese Stelle und errichtete einen herzoglichen Hof, der heute Ballhof heißt. Schon um 1163 veranstaltete er darin einen Hoftag.
Ein anderer Siedlungskern bildete sich um den Markthügel herum. Allmählich wuchs daraus - bis zur Aegidienkirche hin - eine Stadt.
Ihre Rechte wurden vom Herzog 1241 durch eine Urkunde bestätigt.



Der Maschsee ist Hannovers einziger See, ein künstliches Gewässer.
Zwei Gründe haben zum Bau des Maschsees geführt. Einmal fehlte eine weite Fläche für den Wassersport. Die Ruderer mußten sich mit der schmalen Leine und Ihme begnügen, und das Segeln war überhaupt nicht möglich. Zum anderen aber litt das Gebiet zwischen Leine und Ihme an Überschwemmungen. Zweimal im Jahr traten die Flüsse nach Regen oder Schneeschmelze über die Ufer. Wiesen und Gärten standen dann unter Wasser, aber auch die Strassen und Keller in Ricklingen und in der Neustadt.
Endlich nach jahrelanger Überlegung, wurden beide Nachteile beseitigt. Viele Arbeiter gruben eine 2 Meter tiefe Wanne aus. Darüber kam zur Abdichtung eine 30cm dicke Tonschicht. Die gewonnenen Erdmassen wurden als Dämme zu beiden Seiten der Flüsse aufgeschüttet. Am Südende baute man eine "Maschseequelle". Das ist in Wirklichkeit ein Pumpwerk. Das gereinigte Wasser aus den umliegenden Kiesteichen und der Leine wird hier in den See hinaufgeschafft. Der Wasserspiegel liegt nämlich 1,50 Meter höher als die Oberfläche der Leine. In jedem Herbst läßt man das Maschsee-Wasser in den Fluß ab, damit die Karpfen für das Weihnachts- oder Silvesteressen gefangen werden können.

Die Arbeit dauerte von 1934 bis 1936. Weil 1936 in Berlin gerade die Olympischen Spiele stattfanden, trägt die Läuferfigur auf der Säule am Nordufer zur Erinnerung daran die Fackel mit dem Olympischen Feuer.




Das neue Rathaus

Rathaus
ist das höchste Gebäude der Stadt (abgesehen vom Fernmeldeturm). Hundert Meter ragt die Spitze der goldenen Kuppel empor. Das Rathaus ist aus Deistersandstein errichtet. Zwölf Jahre hat man daran gebaut bis 1913. Es steht auf 6000 Buchenstämmen, die in den sumpfigen Grund eingerammt werden mußten. Zwei steinerne Löwen bewachen den Eingang. Sie erinnern an Herzog Heinrich den Löwen, der vor 800 Jahren die ersten Siedlungen schützte. Darum ist der Löwe als Sinnbild in das Stadtwappen aufgenommen worden.

In der großen Halle stehen 4 Modelle (Nachbildungen) der Stadt: 1. die Alt- und Neustadt; 2. die Großstadt vor dem letzten Krieg; 3. nach den Bombenzerstörungen; 4. nach dem Wiederaufbau. Im 1. Stock haben der Oberbürgermeister und der Oberstadtdirektor ihre Diensträume. Zum Maschsee hin liegen die Sitzungssäle.

Ein seltsamer Fahrstuhl (Hängefahrstuhl in der Kuppel) führt in 50 Sekunden zur Kuppel hinauf. Von dem Ausguck bietet sich ein herrlicher Rundblick über die Stadt.


Das Opernhaus

Opernhaus

neben dem Kröpke ist wohl der schönste Bau des Baumeisters Lave. Die Säulen und das Giebeldreieck erinnern an die Tempel, wie sie früher in Griechenland errichtet wurden. Über der Eingangshalle steht eine Anzahl Steinfiguren von Dichtern und Musikern.


Die Marktkirche



Die Herrenhauser Gärten




Das Regenwaldhaus






Die Universität Hannover