Durch Wählprogramme verursachte Kosten müssen bezahlt werden

     Durch 0190-er (0900-er)Wählprogramme - so genannte Dialer - verursachte
     Telefon- und Internetgebühren müssen bezahlt werden.   Das teilt die
     Verbraucher-Zentrale Sachsen in Leipzig unter Hinweis auf ein noch
     nicht rechtskräftiges Urteil des Landgerichtes Berlin mit (Az.:
     18.O.63/01).   Das gelte auch, wenn es sich bei den Programmen
     um sittenwidrige und offenbar verlogene Angebote handelt, und
     die Software, die den Internetzugang unbemerkt auf eine teure
     0190-Nummer schaltet, von einem Minderjährigen installiert wurde.

     In dem verhandelten Fall hatte der 16-jährige Sohn einer
     allein erziehenden Mutter ein Wählprogramm namens "High Speed
     Connector" installiert.   Das Programm sollte angeblich die
     Verbindung schneller machen.   Die Telefon-Gesellschaft Berlikomm
     stellte der Mutter später rund 9 000 Euro in Rechnung.  Sie muss
     nun zahlen, so das Urteil.

     Tipp : Jede(r), der nicht alleine
     im Haus wohnt und damit seinen oder ihren Telefonanschluss zu
     100 Prozent kontrollieren kann, sollte 0190-x-Nummern durch
     seinen Anschlussanbieter sperren lassen.   Die Kosten für diese
     Rufnummernsperre betragen zum Beispiel bei der Deutschen Telekom
     einmalig 15 Mark.  Die Sperre kann problemlos per Telefon über die
     Hotline der Telekom unter der kostenlosen Rufnummer 0800-330 1000
     beantragt werden.



Sicher vor Dialer ?
Ein Dialer Blocker ist ein Hardware-Gerät, was durch kein Software-Programm (Dialer)
manipuliert werden kann.
Conrad-Electronic GmbH bietet so ein Blocker (Blockierer) an
für Analog- und ISDN-Anschluß ca. 30 Euro.


Zum nachlesen:
954999 Dialer_Blocker_analog
955016 Dialer_Blocker_ISDN
Von vielen PC-Fachzeitschriften empfohlen.

Hier ist er bei conrad zu bestellen !


Programme gegen die 0190-Dialer finden Sie hier >>


Kleine Programme mit großer Wirkung


Eigentlich sind Dialer-Programme kleine Helfer, die Internetnutzern das Leben bequemer machen sollen.
Viele Internet-Anbieter stellen Dialer-Programme zu Verfügung, mit deren Hilfe eine Internet-Verbindung hergestellt wird.
Wie der Name schon sagt, wählen ("to dial" heißt nichts anderes als "wählen") sich diese Programme ins Telefonnetz ein und stellen eine Verbindung zu einer bestimmten Nummer her.
Außerdem nehmen sie dem Nutzer die Arbeit ab, den Zugang selbst zu konfigurieren.
Ganz uneigennützig ist das natürlich nicht, denn auf diese Weise wollen die jeweiligen Provider sicherstellen, dass die Nutzer auch zu den Konditionen surfen, wie sie die Anbieter vorgesehen haben.

Tückische Dialer-Software


Dass tückische Dialer-Software beim Besuch gewisser Internetseiten, die sich an ein Publikum jenseits der Volljährigkeitsgrenze richten, zu bösen Überraschungen bei der nächsten Telefonrechnung führen kann, ist inzwischen auch bekannt.
Denn ein Dialer kann auch auf eine Verbindung programmiert sein, die für den Anwender richtig teuer wird - sie beginnt zumeist mit einer 0190.
Zur Zeit häufen sich die Meldungen über (erfolgreiche) Betrugsversuche mit Dialern, die sich vom Nutzer unbemerkt auf dem heimischen PC einschleichen, wo sie eine neue DFÜ-Verbindung einrichten und sich dann über eine teure 0190-Nummer einwählen.
Oft werden solche Programme - die auch als "Trojaner" bezeichnet werden - vom Nutzer erst bemerkt, wenn die nächste Telefonrechnung unerwartet hoch ausfällt.
Dieser Betrug mit 0190-Nummern ist relativ weit verbreitet, immer wieder muss die Polizei gegen Gebühren-Abzocker ermitteln, die sich illegaler Methoden bedienen.

Ideenreiche Tarnungen


Und die Betrüger werden immer dreister: Jüngste Beispiele sind ein Dialer von X-Diver, der bei einer einzigen Einwahl schon Kosten von 300 Euro verursacht, oder das Tarnen von Dialer-Programmen in scheinbar harmlosen E-Mails.
So tauchte ein CAPI-Dialer auf, der sich als "Treiber-Update" von T-Online tarnte, ein anderer gab sich als Entpacker-Programm Winzip aus.
Und auch hinter einer vermeintlichen free-SMS-Seite war eine Version des X-Diver-Dialers versteckt.
Für die Betroffenen blieb bisher als sicherster Schutz gegen die 0190-Abzocke die Sperre der Anwahl dieser Nummern durch den Telefon-Anbieter, der den heimischen Telefonanschluss stellt.
Denn für die Kosten, die durch diese Dialer-Programme verursacht werden, muss bislang der betroffene Kunde aufkommen.
Hier muss aber jeder für sich entscheiden, ob etwas günstigeres Telefonieren über 0190-0-Anbieter dem Schutz vor ungewollten 0190-Kosten vorzuziehen ist.
Doch nicht einmal dieses rabiate Mittel bietet zuverlässigen Schutz.

Besonders tückische Dialer-Varianten


Es taucht immer wieder Dialer-Software auf, die eine Einwahl zu einem 1,86 Euro-pro-Minute-Tarif trotz aktivierter 0190-Sperre ermöglicht. Sie richtet etwa eine DFÜ-Verbindung ein, die statt einer 0190-Nummer eine Nummer mit der Vorwahl 0193 anwählt.
Die Vorwahlen 0191 bis 0193 werden üblicherweise von Online-Providern verwendet.
Diese Nummern ermöglichen Online-Anbietern die Festlegung einer Nutzungsgebühr für ihre Angebote. Die kann eben auch zum Beispiel 1,86 Euro pro Minute betragen.
Unter Umständen wird dieser Dialer von älteren Schutzprogrammen nicht erkannt.
Eine weitere gemeine Variante sind die CAPI-Dialer, die bei der Anwahl das DFÜ-Netzwerk umgehen und direkt die CAPI - die Software-Schnittstelle der ISDN-Karte - ansprechen.
Damit ist die Einwahl des Dialers vom Computerbenutzer so gut wie nicht erkennbar und vor allem nicht steuerbar.

Schutzmöglichkeiten


Auch wenn es verschiedene Dialer-Varianten gibt und ein hundertprozentiger Schutz nie garantiert werden kann, kann sich eine Installation von Dialerschutz-Programmen durchaus sinnvoll sein.
Solche Schutzsoftware kann man bei Anbietern wie trojaner-info.de, dialerschutz.de oder computerbetrug.de downladen.
Auch auf großen Portalen wie www.web.de werden derartige Programme angeboten.
SmartSurfer von web.de beispielsweise ist bisher kostenlos.
Doch auch diese bieten nur bedingt Schutz - und nicht zuletzt wollen auch die Dialerschutz-Anbieter Geld verdienen.
Auch hier stellt sich die Frage, ob man lieber in vielleicht nicht funktionierende Software investiert, oder das Risiko trägt, einem Dialer aufzulaufen. Wer per DSL oder TV-Kabel im Internet unterwegs ist, kann sich auch schützen, indem er weder Modem noch ISDN-Karte mit seinem Rechner verbindet, oder zumindest das Kabel zwischen Telefonanschluss und Modem/ISDN-Karte aussteckt.
Auch sind bisher keine Dialer-Programme für Linux bekannt.

Eine regelmäßige Kontrolle der DFÜ-Netzwerk-Einstellungen und ein kurzer Check bei jeder Einwahl, welcher Anbieter gewählt wird, sollten selbstverständlich sein.

Nützlich ist auch, die Sicherrheitseinstellungen im benutzten Browser auszuschöpfen.
So empfielt es sich, keine automatischen Downloads zuzulassen und vor dem Öffnen eines Links in der Statusleiste des Browser nachzusehen, wohin er tatsächlich führt.
Dabei können in vielen Fällen schon die Warnleuchten im eigenen Gehirn anspringen.
Denn eins ist in allen Fällen unersätzlich:
Gesunder Menschenverstand und eine gewisse Portion Vorsicht.

Dazu können Sie Fragen oder Ratschläge geben, hier im Forum.



Schutzprogramme

http://www.trojaner-info.de/inhalt.shtml
 
 
Was ist YAW ?

YAW ist ein DFÜ-Überwachungsprogramm, welches vor sogenannten "Dialern" schützt. YAW arbeitet dabei mit einem einzigartigen Prinzip. Jede Verbindung die ein PC über das DFÜ Netzwerk aufbaut wird gemeldet. Der Anwender kann verdächtige Verbindungen beenden und/oder auch gänzlich löschen.

Da in letzter Zeit häufiger Dialer aufgetaucht sind, die übliche 0190 Warner umgehen können, wurde YAW bewusst und gezielt so konzipiert, dass ein PC Nutzer die volle Kontrolle über seine Onlineverbindung besitzt. YAW ist quasi eine Firewall für das DFÜ Netzwerk.

YAW - Download Seite
http://www.trojaner-info.de/dialer/yaw_download.shtml
 

0190 Warner
Überwacht den DFÜ-Verbindungsaufbau und protokolliert alle DFÜ und CAPI-Verbindungen inklusive der angewählten Rufnummern. Sollte eine 0190 Rufnummer angewählt werden, schlägt der 0190 Warner sofort Alarm. Doch überwacht das kleine Programm auch den zweiten Kanal bei ISDN-Anschlussinhabern. Die Software ist Freeware und benötigt noch nicht einmal eine Installationsroutine. Neuerdings verfügt der 0190 Warner genau wie YAW über ein "Firewall-System" für das DFÜ-Netzwerk.
http://www.wt-rate.com

SmartSurfer von Web.de
Hauptsächlich dient das Programm der Firma Web.de AG eigentlich für den Zweck, stets die günstigste Call by Call Verbindung zu finden und aufzubauen. Auch können bestehende DFÜ-Verbindungen eingebunden werden. Aber SmarSurfer überwacht ebenfalls die Einwahl zu einer teuren 0190-Rufnummer und gibt eine entsprechende Warnung aus.
http://smartsurfer.web.de

0190 Alarm
Auch dieses Programm überwacht die Verbindungseinstellungen. Das Programm kann sogar dahingehend konfiguriert werden, indem Einwahlnummern zu Onlinediensten, die den Nummernsatz "0190" (also nicht am Anfang der Einwahlnummer stehend) enthalten zugelassen werden.
http://www.OnlineTimer.de

 

ANTS
Der Freeware Trojanerscanner ANTS erkennt mehrere 1.000 dieser Dialer, auch wenn sich so ein Programm bereits eingenistet haben sollte. Praktisch: Das Programm schützt den Anwender auch vor sehr vielen Trojanischen Pferden.
http://www.ants-online.de

Info`s

http://www.computerbetrug.de/